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Ein Lob aus Düsseldorf fürs Bürgerengagement

Naturschutz: NRW-Umweltminister Eckhard Uhlenberg besucht rekultivierten Weinberg (von Isabel Klotz im General-Anzeiger vom 10.5.2007)

"Das ist ja bald wie in der Toskana hier", zeigt sich Eckhard Uhlenberg begeistert. Der NRW-Umweltminister steht am Fuße des Weinberg in Limperich. Nur der Regen trübt das Italiengefühl etwas. Ansonsten ist die Stimmung bestens, denn Uhlenberg ist voll des Lobes für das Projekt des Limpericher Bürgervereins. Auf Einladung des Vorsitzenden Karl Wengenroth machte sich Uhlenberg gestern von Düsseldorf aus auf, um zu sehen, wie aus einer ehemaligen Müllkippe der nördlichste Wingert am Rhein geworden ist.

"Es ist einfach großartig, wie sehr dieses Projekt das bürgerschaftliche Engagement gefördert hat", sagt Wengenroth. Dass die Rekultivierung des alten Weinbergs auch gleichzeitig ein wichtiger Beitrag zum Umweltschutz ist, betont Christian Chmela, Biologe der Biologischen Station Bonn. "Es geht darum, den Leuten klar zu machen, dass biologische Vielfalt nicht nur wichtig für Tiere und Pflanzen ist, sondern auch schön ist", sagt er. Seit der Rodung und Bepflanzung mit Weinreben -
die rote Rebe "Regent" - siedelten sich auch wieder Klatschmohn, der kleine Feldsalat oder Wildtulpen an.

                                                                                                                         Foto: Max Malsch

25 Hektar groß ist das Gelände, das die Stadt vor einigen Jahren zurückgekauft hatte. In mühevoller Arbeit begannen die Limpericher vor rund drei Jahren damit, den Schutt abzutragen, die Flächen zu roden, und die Mauerfragmente wieder aufzubauen. Dann kamen die pilzresistenten Weinstöcke. "So ein bisschen war das auch immer das Prinzip learning by doing", sagt Wengenroth. Beratung zur Pflege gibt es bis heute vom Königswinterer Weingut Blöser.

"Ich freue mich, dass dieses Projekt so gut auf ehrenamtlicher Basis funktioniert", so Uhlenberg. Die Arbeit sei bestimmt nicht einfach, und er freue sich schon, wenn am Finkenberg bald wieder Lese sei. Um an den zukünftigen Tröpfchen aus Limperich teil zu haben, bekommt der Minister vom Bürgerverein einen "Weinberg-Anteilsschein" über einen Weinstock überreicht. Die Renditeerwartung liegt immerhin bei einer Flasche pro Jahr - bei guter Ernte.

 

Weitere Fotos vom Weinberg finden Sie hier

 


 

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